Akim rennt

Claude K. Dubois

Akim rennt

Bilderbuch. Aus den Französischen von Tobias Scheffel

96 S., Pappband in Fadenheftung

€ 12,95 [D]/€ 13,40 [A]

ISBN 978-3-89565-268-4

Ab 6 Jahre

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Ein Bilderbuch, das einem den Atem nimmt: Akim rennt um sein Leben.
Sein Dorf wurde von Soldaten überfallen.

In Akims Dorf scheint der Krieg weit weg. Irgendwann erreicht er das Dorf am Fluss doch: Akim wird von seiner Familie getrennt, ihr Haus zerstört. Eine unbekannte Frau nimmt sich des Jungen an. Dann aber kommen Soldaten und machen ihn zu ihrem Gefangenen. Irgendwann kann Akim fliehen: er rennt und rennt. Im Gebirge stößt er auf andere Flüchtlinge. Gemeinsam gelingt es ihnen schließlich, den Grenzfluss zu überqueren und ein Flüchtlingslager auf der anderen Seite zu erreichen. Und dort passiert ein großes Wunder: Er findet seine Mutter.

Akims Geschichte ist eine sehr persönliche Geschichte. Aber sie gleicht jener von Tausenden anderer Kinder, Männer und Frauen, die auf der Flucht vor Gewalt sind. Sie alle haben ein Recht auf Schutz und Asyl.

Dies skizzenhafte Bilderbuch erzählt mit wenig Text, dafür aber in umso eindrücklicheren Bildern eine Geschichte, die das Schicksal so vieler Kinder dieser Welt zeigt. Claude K. Dubois widmet das Buch ihrer Mutter, die während des 2. Weltkriegs auch ein verlorenes Kind war.

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Das deutschsprachige Fernsehen Belgiens hat im Oktober 2014 ein Portrait von Claude K. Dubois zu Akim rennt gesendet. Sie können den Beitrag hier ansehen.

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Die Autorin über ihr Buch:

Akim rennt ist nicht mein Bestseller, aber es ist das Buch, welches für mich am meisten zählt. Und wahrscheinlich das, das bei Lesern am längsten nachhallt.”

Claude Dubois in einem Statement für Amnesty International.

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Besuch bei Claude Dubois:

Der neun Jahre alte Melchior Reimers hat mit Dominique Petre die Autorin in Lüttich besucht. Ihr Bericht erschien am 10.10.2014 in der Frankfurter Neuen Presse. Sie können ihn hier lesen.

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Theaterstück:
Uraufführung im Septemer 2016 in Berlin

Das Ensemble von compagnie toit végétal bringt in seiner Verbindung aus Objekttheater, Musik, Klängen und Geräuschen Akims Geschichte nun auf die Bühne. Vor den Augen der Zuschauer erwecken sie in live entstehenden Videoprojektionen die ausdrucksstarken Skizzen des Kinderbuchs mit einfachen Mitteln zum Leben.

Uraufführung ist am Donnerstag, 15. September 2016, in der Brotfabrik Berlin. Beginn ist um 19.30 Uhr. Das Theaterstück von Sarah Mehlfeld, Thomas Jäkel und Christina Hillinger richtet sich an Kinder ab sechs Jahren. Auf der Bühne agieren Lisa Balzer, Jörg M. Buttler und Sarah Mehlfeld.

Weitere Aufführungen:

Brotfabrik Berlin:
Samstag, 17. September 2016, 19.30 Uhr
Sonntag, 18. September 2016, 11 und 16 Uhr

Theater Duisburg:
Dienstag, 27. September 2016, 9 und 11 Uhr

Marburger Kurzdramenfestival:
Freitag, 2. Dezember 2016, 11 Uhr
Sonntag, 4. Dezember 2016, 15 Uhr

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Auszeichnungen:

Deutscher Jugendliteraturpreis 2014
in der Sparte Bilderbuch

Jurybegründung:
Als der Krieg eines Nachmittags in Akims Dorf einbricht, ist mit einem Schlag nichts mehr, wie es vorher war. Die Bewohner fliehen aus den Trümmern ihrer Häuser und der kleine Junge wird von seiner Familie getrennt. Er gerät in Gefangenschaft, kann erneut fliehen und findet sich schließlich in der fragilen Sicherheit eines Flüchtlingslagers wieder. Die Form dieser Erzählung ist angemessen zurückhaltend. Der Text vermeidet Erklärungsversuche, während die Schwarz-Weiß-Zeichnungen das von Akim erlebte Grauen in Bilder fassen, wie sie auch im Skizzenbuch eines der Flüchtenden hätten stehen können. Der sachlich berichtende Text gibt dem Buch den Rhythmus vor, die Bilder nehmen den Faden auf und führen ihn (textlos) weiter, bis zur nächsten Unterbrechung durch eine Textpassage. Auf diese Weise werden die Betrachter vom verstörenden Inhalt des Buchs nicht emotional überrumpelt, sondern erhalten die Gelegenheit, sich langsam anzunähern. Dazu passt auch das versöhnliche Ende der Geschichte, das Akim im Flüchtlingslager seine Mutter finden lässt.

Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2014
(25. Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz)
Weitere Informationen finden Sie hier!

Das Internet-Portal der katholischen Kirche berichtet in einem sehenswerten kleinen Film darüber, schauen Sie ihn doch einmal an. Hier!

Kröte des Monats der STUBE, Wien
März 2014

Buch des Monats Februar 2014 – Kinderbuch
(Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Volkach)

Leporello Lesen
Die besten Bücher 2013 – Kinderbuch

Die besten 7 Bücher für junge Leser
(Deutschlandfunk), November 2013

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Bilderbuchkino:
Akim rennt ist als Bilderbuchkino bei Matthias Film lieferbar.

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Das meint die Presse:

“Nicht der knappe Text, sondern die Bilder erschüttern. In flüchtig hingeworfenen Szenen zeichnet Claude K. Dubois Tod und Zerstörung, entwickelt das Kriegstagebuch eines Kindes als ein Dokument sinnloser Gewalt.” Roswitha Budeus-Budde, Süddeutsche Zeitung

“In der aktuellen politischen Situation ist dieses Buch eine große Hilfe, um Verständnis für das Schicksal von Flüchtlingen zu wecken. Für Kinder ab 6.” Evangelisches Literaturportal

“Herzzerreißend.” literaturkurier.de

“Die Bilder haben gleichsam das Pathos einer Käthe Kollwitz.”
Hajo Steinert, Deutschlandfunk

“Ein sehr wahres, vor allem auch aktuelles, Bilderbuch mit großartigen Zeichnungen.”
Heike Brandt, rbb-Kulturradio

“Ein wichtiges Buch zu einem bedrängenden Thema. Allen (Schul-)Bibliotheken nachdrücklich empfohlen.” Uta Kirchner, ekz, Reutlingen

“Ein kleines Buch, das lange nachhallt.” Kilifü 2013/14

“Das Buch hilft Kindern zu erklären, was ihre Altersgenossen beispielsweise in Konfliktregionen gerade erleben, es ist ehrlich, aber es macht auchHoffnung.
Rolf Brockschmidt, Der Tagesspiegel

“Besser kann fast nicht erklärt werden, warum jeder Mensch ein Recht auf Schutz hat.” Peter Mayr, Der Standard, Wien

“Eine unerhörte Dynamik weht durch dieses Buch, dass uns eine Vorstellung vom schutzlosen Getriebensein gibt.” Thomas Linden, choices

“Dubois’ schlichte, grau-beige Bilder erzählen mehr, als Worte auszudrücken vermögen.”
Marlene Zöhrer, 1000 und 1 Buch

“Dieses Bilderbuch kann unseren Kindern erklären, was sie hoffentlich nie selbst erleben müssen. Es berührt, macht traurig und gibt dennoch Hoffnung.”
quergelesen, rbb

“Das Buch ist ein Aufschrei und ein Appell an die Einsicht, dass Flüchtlinge ein Recht auf Schutz und Asyl haben.”
Clemens Schaub, Welt des Kindes

“Zeichnungen, die unter die Haut gehen. Sie wirken wie in Eile gemalt, deuten vieles nur an: die Einsamkeit des Jungen, seine Angst und seine Hoffnung.”
Maren Schürmann, WAZ, Essen

“Das Buch sollte an Politiker verteilt werden, die über die Aufnahmequoten von Flüchtlingen entscheiden. Und an die Menschen, die sich daran stoßen, wenn Asylbewerber Räume und Nahrung zum Leben bekommen.” Berliner Zeitung

“Solange tausende Kinder auf der Welt so etwas wie Akim erleben müssen, können wohl auch Kinder, denen es besser geht, ein solches Buch anschauen.” Euronews